Eine Insel aus Plastik-Müll, so groß wie Mitteleuropa, über Jahrzehnte gewachsen aus Tonnen von Abfällen an Küsten, in Zuflüssen, von Schiffen etc. , treibt inmitten des Nordpazifiks und ist laut Experten nicht die einzige jener Art in unseren Ozeanen. Was dieses Umweltdesaster langfristig für das Ökosystem bedeutet, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen.
Wie sich freigesetzte Inhaltsstoffe von Plastik, wie etwa Bisphenol A (BPA), auf den Organismus auswirken könnten, wird jedoch schon länger erforscht. Derzeit auch im Rahmen einer Risikobewertung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde.
Was ist Bisphenol A?
Bisphenol A ist eine chemische Verbindung, die vor allem als Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe dient. Außerdem ist BPA eine Komponente von Kunststoffen (z.B. Epoxidharz), welche direkt mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Ein Beispiel dafür sind die Beschichtungen von Konservendosen. Aber auch in Thermopapier (wird meist für Kassenbons und Quittungen verwendet) findet Bisphenol A verbreitet Anwendung.
Fortpflanzungsfähigkeit und „endokrine Disruptoren“
Vor dem Hintergrund der eingangs erwähnten globalen Plastik-Müll Problematik drängt sich folgende Frage nahezu auf: Wenn Rückstände von Bisphenol A in Lebensmittel und Getränke übergehen oder auch in das Grundwasser gelangen, und wir diese über unsere Ernährung aufnehmen, wie reagiert unser Körper langfristig darauf? Read more…